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Pressemitteilung der UWG Olfen zu den Plänen, den Spielplatz Heidkamp in Bauland für zwei Wohnhäuser umzuwandeln mit der Bitte um Erscheinen am Samstag, den 22. Juni.2002
Die UWG hat sich noch einmal mit zwei Sprechern der Heidkamp-Anwohner, Herrn Zempelin und Herrn Günther, in Verbindung gesetzt, um den neuesten Stand der Dinge bzgl. des Spielplatzes in Erfahrung zu bringen. Dabei erfuhr Monika Matuszak, Pressesprecherin der UWG, dass nicht die Stadt, sondern die CDU-Fraktion die Anwohner bei einem Ortstermin über die Pläne des Bürgermeisters informiert hat.
So wusste Herr Kötter zu berichten, dass auch der mit schönem alten Baumbestand flankierte Fuß- und Radweg, der jetzt um den Spielplatz herumführt, der städtischen Bauwut zum Opfer fallen soll. Stattdessen soll dieser Weg mitten über den stark verkleinerten Spielplatz, der von einer Anwohnerin auch schon als Sandkiste bezeichnet wurde, führen. Die Anwohner und auch die UWG halten die Lösung bei einem Kleinkinderspielplatz für sehr gefährlich, weil der bisherige Weg auch von vielen Radfahrern genutzt wird.
Und die Bäume, die den Kindern im Moment zu jeder Tageszeit Schatten spenden? Ja, die würden ja woanders wieder angepflanzt, so Herr Danielczyk von der CDU-Fraktion.
Auf dem Spielplatz müssen die Kinder dann allerdings auf Schatten verzichten. Auch die schwache Argumentation der Stadt, dass der Spielplatz kaum genutzt würde, macht sich die CDU-Fraktion zu eigen. Dies kann man so nicht stehen lassen. Die Kinder sind da. Erst kürzlich wurde im Heidkamp neugebaut und acht Kinder sind zugezogen.
Auch wächst die nächste Generation bereits nach. Und häufig sind Gruppen des Regenbogenkindergartens auf dem Spielplatz, weil sie hier ganz andere Spielmöglichkeiten finden. Herr Zempelin erklärt sich die manchmal recht geringe Nutzung damit, dass der Spielplatz mit nur zwei Schaukeln und einer Rutsche nicht besonders attraktiv ist. Da haben manche in ihrem Garten mehr Spielgeräte. Seit Jahren ist die Stadt ihrer Verpflichtung nicht nachgekommern, den Spielplatz in Ordnung zu halten: der Sand wurde zwei Jahre lang nicht ausgewechselt, die Holzeinfassung eines Sandkastens ist unfallträchtig zusammengebrochen. Die UWG ist mit den Anwohnern der Meinung, dass man einen Spielplatz auch unattraktiv machen kann, indem man ihn einfach verkommen läßt. Hier sieht die UWG Parallelen zur Alten Baumschule, wo die Hinterhöfe zum Schluss auch in einem unansehnlichem Zustand waren. Ähnlich wie beim Bürgerbegehren gegen den Bau des K+K-Marktes gehen CDU und Stadt mit den gesammelten Unterschriften gegen die städtischen Baupläne auf dem Spielplatz um. Sie werden ignoriert. Damals waren über 2000 Unterschriften von Olfener Bürgern für Herrn Himmelmann eine Minderheit, die sich der Mehrheit zu beugen hat. Heute verfolgen die Heidkämper für Herrn Kötter” nur eigene Interessen und nicht die der Allgemeinheit” ( WAZ, Juni `02). Da fragt sich nicht nur die UWG: Wer ist denn die Allgemeinheit bei einem Spielplatz, wenn nicht die Anwohner und deren Kinder, die darauf spielen sollen. Hier überschneiden sich eigene Interessen und das Gemeinwohl, so dass der Vorwurf von Herrn Kötter sein Ziel nicht erreicht, die Bedeutung der 80 Unterschriften herunterzuspielen.
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